Kinder, die an der Schlafbezogenen Rhythmischen Bewegungsstörung leiden, bewegen sich während des Schlafs unbewusst hektisch hin und her. Eine standardisierte Behandlungsmöglichkeit gibt es laut der ETH bisher nicht. Und viele Ärzte sind der Überzeugung, dass Kinder aus der Krankheit herauswachsen. Cathy Hill, Ärztin am Universitätsspital Southampton, sieht dies anders. „Ich habe Kinder gesehen, die durch ihre unkontrollierten Bewegungen ihr Bett durchs ganze Zimmer schieben. Die Körperbewegungen sind also sehr heftig. Sie können den Kindern schaden und das nicht nur bei der Schlafqualität“, erklärt Hill in einer ETH-Mitteilung.
Als sie vom automatisch angetriebenen Bett Somnomat von Forschern der ETH gehört hat, hat sie entschieden, das Bett im Rahmen einer Studie zur Behandlung von Kindern mit dieser Krankheit zu testen. Dazu ist sie mit sechs Patienten aus England nach Zürich gereist.
Das Bett der ETH-Forscher kann mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entweder seitwärts schaukeln oder in Schlafrichtung, je nach Wunsch der Probanden. Der Somnomat wird als Antischnarch-Bett bereits in absehbarer Zukunft zu kaufen sein. Abhängig von den Studienergebnissen könnte es künftig auch Kindern helfen, die an der Schlafbezogenen Rhythmischen Bewegungsstörung leiden.
Die Studie mit den englischen Kindern hat auch Forschenden des Austrian Institute of Technology (AIT) eine Möglichkeit geboten, ihre 3D-Kamera zu testen. Diese hat die Bewegungen der Schlafenden registriert. So war die Verkabelung der Probanden nicht nötig. Bei Schlafstudien ist das oftmals ein kritischer Aspekt, weil Kabel das normale Schlafverhalten beeinflussen. ssp
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